Alternative Marx-Lektüre

Marx lesen

Zum Manifest der kommunistischen Partei

Hier findet sich die Begründung für die Konzeption dieser Seiten: Gesellschaften verändern sich. Es kommt darauf an, diese Veränderungen auf der Grundlage von Erkenntnissen (mit) zu gestalten.

Das 1848 erstmals veröffentlichte „Manifest der Kommunistischen Partei“ ist die einzige programmatische Schrift, bei der Marx und Engels keine Rücksicht auf Bündnisse nehmen mussten. 24 Jahre später bezeichneten es die Verfasser in einem Vorwort zur Neu-Auflage als „stellenweise veraltet“ (Marx, Engels 1872): „Namentlich hat die Kommune den Beweis geliefert, dass die Arbeiterklasse nicht die fertige Staatsmaschine einfach in Besitz nehmen und sie für ihre eigenen Zwecke in Bewegung setzen kann“ (ebd.: 574). Auch die konkreten revolutionären Maßnahmen am Ende des zweiten Abschnitts werden relativiert. Andererseits betonen die Verfasser die „volle Richtigkeit der in diesem ‚Manifest‘ entwickelten Grundsätze im großen und ganzen“ (ebd.: 573) – auch in den Vorworten von Engels bei späteren Ausgaben. Nach mehr als anderthalb Jahrhunderten lohnt deshalb die Prüfung der Argumentation vor dem Hintergrund der tatsächlichen Entwicklung.

Die zentrale These dieses Programms besteht in der „Lehre“ der dialektischen Entwicklung von Produktivkräften und Produktionsverhältnissen: „Mit der Entwicklung der großen Industrie wird also unter den Füßen der Bourgeoisie die Grundlage selbst hinweggezogen, worauf sie produziert und die Produkte sich aneignet. Sie produziert vor allem ihren eigenen Totengräber. Ihr Untergang und der Sieg des Proletariats sind gleich unvermeidlich“ (4741). Dabei sehen die Verfasser in der Eigentumsfrage die „Grundfrage der Bewegung“ (493) und betonen: „Der Kommunismus nimmt keinem die Macht, sich gesellschaftliche Produkte anzueignen, er nimmt nur die Macht, sich durch diese Aneignung fremde Arbeit zu unterjochen“ (477).

Das „Manifest“ besteht aus vier Kapiteln: Die zentrale These zur unvermeidlichen historischen Entwicklung wird im ersten Kapitel entwickelt. Im zweiten Kapitel folgt die programmatische Anleitung: „Das Proletariat wird seine politische Herrschaft dazu benutzen, der Bourgeoisie nach und nach alles Kapital zu entreißen, alle Produktionsinstrumente in den Händen des Staats, d.h. des als herrschende Klasse organisierten Proletariats, zu zentralisieren und die Masse der Produktionskräfte möglichst rasch zu vermehren“ (481). Im dritten Kapitel setzen sie sich mit den verschiedenen „Sozialisten“ ihrer Zeit auseinander. Und im kurzen vierten Kapitel reihen sie sich in die existierenden (revolutionären) Bewegungen ihrer Zeit ein.

Die dialektische Entwicklung von Produktivkräften und Produktionsverhältnissen

Zunächst wird der allgemeine Grundsatz, das sich alle Gesellschaften durch Klassenkämpfe revolutionär weiterentwickelten, formuliert und illustriert: „kurz, Unterdrücker und Unterdrückte standen in stetem Gegensatz zueinander, führten einen ununterbrochenen, bald versteckten, bald offenen Kampf, einen Kampf, der jedesmal mit einer revolutionären Umgestaltung der ganzen Gesellschaft endete oder mit dem gemeinsamen Untergang der kämpfenden Klassen“ (462). Daraus ergibt sich die starke These, dass gesellschaftliche Umwälzungen selbstverständlich und unvermeidbar sind. Die kapitalistische Gesellschaft als Ende einer langen Entwicklungsgeschichte der Menschheit wäre der Sonderfall, ihr Ende aufgrund des erfolgreichen Kampfes der Unterdrückten der erwartbare Normalfall – ohne dafür einen Zeitraum angeben zu können.

Den Sonderfall der kommunistischen Revolution als Ende der geschichtlichen Entwicklung konstruieren die Verfasser durch zwei Beobachtungen:

  1. „Unsere Epoche, die Epoche der Bourgeoisie, zeichnet sich jedoch dadurch aus, dass sie die Klassengegensätze vereinfacht hat. Die ganze Gesellschaft spaltet sich mehr und mehr in zwei große feindliche Lager, in zwei große, einander direkt gegenüberstehende Klassen: Bourgeoisie und Proletariat.“ (463) Während bisher eine von vielen unterdrückten Klassen dominierend wurde und die Herrschaft übernahm, nehmen die Verfasser an, dass die noch existierenden „Zwischen-Klassen“ verschwinden werden. „Die Bourgeoisie [...] hat den Arzt, den Juristen, den Pfaffen, den Poeten, den Mann der Wissenschaft in ihre bezahlten Lohnarbeiter verwandelt“(464). Diese Besonderheit führt nach Meinung der Verfasser dazu, dass sich mit der proletarischen Revolution gesellschaftliche Herrschaftsstrukturen insgesamt auflösen: „Alle bisherigen Bewegungen waren Bewegungen von Minoritäten oder im Interesse von Minoritäten. Die proletarische Bewegung ist die selbständige Bewegung der ungeheuren Mehrzahl im Interesse der ungeheuren Mehrzahl. Das Proletariat, die unterste Schicht der jetzigen Gesellschaft, kann sich nicht erheben, nicht aufrichten, ohne dass der ganze Überbau der Schichten, die die offizielle Gesellschaft bilden, in die Luft gesprengt wird.“ (472f)

  2. „Die Bourgeoisie hat durch ihre Exploitation des Weltmarkts die Produktion und Konsumption aller Länder kosmopolitisch gestaltet. Sie hat zum großen Bedauern der Reaktionäre den nationalen Boden der Industrie unter den Füßen weggezogen. Die uralten nationalen Industrien sind vernichtet worden und werden noch täglich vernichtet. Sie werden verdrängt durch neue Industrien, deren Einführung eine Lebensfrage für alle zivilisierten Nationen wird […]. An die Stelle der alten lokalen und nationalen Selbstgenügsamkeit und Abgeschlossenheit tritt ein allseitiger Verkehr, eine allseitige Abhängigkeit der Nationen voneinander. Und wie in der materiellen, so auch in der geistigen Produktion. Die geistigen Erzeugnisse der einzelnen Nationen werden Gemeingut. Die nationale Einseitigkeit und Beschränktheit wird mehr und mehr unmöglich, und aus den vielen nationalen und lokalen Literaturen bildet sich eine Weltliteratur“ (466). Marx und Engels sehen hier in der „Globalisierung“ des Kapitalismus schon den Weg zur Überwindung nationaler Gegensätze und Grenzen. Deshalb wird auch der Kampf gegen die jeweilige Bourgeosie in den Grenzen des Nationalstaates die Nationalstaaten selbst auflösen.

Beide Beobachtungen sind, verglichen mit der ersten These, gleichzeitig inhaltlich anspruchsvoll und relativ schwach begründet:

  1. Die These von der Entwicklung zur Zwei-Klassen-Gesellschaft enthält

    1. die Abgrenzung einer produzierenden Klasse, die in der Lage ist, die entwickelte kapitalistische Produktion (und Distribution) unter ihre Kontrolle zu bringen und fortzuführen,

    2. die Prognose, diese so abgegrenzte Klasse würde gemeinsam(!) so weit „verelenden“, dass der revolutionäre Umsturz unvermeidlich wird.

    Während a) einen eher abstrakten Klassenbegriff nahe legt, der auf die notwendigen Funktionen in Produktion und Verteilung abstellt und bei den konkreten Menschen die Kombination von produktiver Arbeit und Durchsetzung von Kapitalinteressen zumindest in Betracht ziehen würde, stellt b) auf eine konkrete Lebenslage als Ergebnis der Verteilungsprozesse ab. Tatsächlich kommt es aber in den folgenden 150 Jahren nirgends zu einer Angleichung der Lebenslagen im Proletariat, solange man darunter alle an der gesellschaftlichen Produktion notwendig beteiligten Arbeitskraftverkäufer versteht.

  2. Die Globalisierungsthese ist mit der Entwicklung der multinationalen Konzerne in einem Ausmaß bestätigt worden, dass man die Weitsicht der Verfasser nur bewundern kann. Aber:

    1. Auch „multinationale Unternehmen“ haben sich keineswegs von den Nationalstaaten gelöst sondern sind mit ihrer „Heimat“ auf das Engste verbunden, wenn es um die Durchsetzung von Rechtssicherheit, die Umsetzung ihrer spezifischen Interessen in Rechtsnormen geht. Beispiele sind der Patentschutz von Medikamenten, der Schutz geistigen Eigentums, der „Investitionsschutz“, der „Marktzugang“ und der Kampf gegen nicht-tarifäre Handelshemmnisse.

    2. Kollektiv konfliktfähige Gruppierungen, also die Entwicklung des Proletariats als Klasse an sich zum kämpfenden Proletariat für sich, benötigen verbindende Gemeinsamkeiten im Inneren und Grenzen nach außen. Die Verfasser sehen dieses Problem, wenn sie schreiben: „Obgleich nicht dem Inhalt, ist der Form nach der Kampf des Proletariats gegen die Bourgeoisie zunächst ein nationaler. Das Proletariat eines jeden Landes muss natürlich zuerst mit seiner eigenen Bourgeoisie fertig werden“ (473). Aber genau an dieser Stelle übersehen sie, dass auch ein Proletariat in den Grenzen einer Nation von Anfang an gegen eine „globalisierte Bourgeoisie“ kämpft, es kann nicht nur „mit seiner eigenen Bourgeoisie fertig werden“. Diese Konstellation verhindert geradezu den unterstellten Automatismus, dass antikapitalistisches Bewusstsein immer auch mit internationalistischen Orientierungen verbunden wird. Man kann die Parole „ein Volk gegen das internationale Kapital“ als ideologische Verblendung kritisieren, aber es gibt keinen erkennbaren Grund in der Argumentation der Verfasser, weshalb nationalistische Elemente in die „Ideologie des Proletariats“ (verstanden als falsches Bewusstsein!) keinen Eingang finden sollten.

Widerlegt?

Auf den ersten Blick mögen diese Einwände als theoretische Begründung für die Beobachtung, dass sich in keinem entwickelten kapitalistischen Industrieland eine relevante kommunistische Bewegung im Sinne des Manifests entwickelt hat, missverstanden werden. Aber schauen wir uns die Argumentation im zweiten Abschnitt genauer an: Was bleibt übrig, wenn man berücksichtigt, dass sich die Lebenslagen der abhängig Beschäftigten nicht angleichen und schon gar nicht alle abhängig Beschäftigten „verelenden“?

Der kommunistische Ausblick

Marx und Engels verstehen sich und die Kommunisten gerade nicht „als besondere Partei gegenüber den anderen Arbeiterparteien“ (474), vielmehr meinen sie, „dass sie einerseits in den verschiedenen nationalen Kämpfen der Proletarier die gemeinsamen, von der Nationalität unabhängigen Interessen des gesamten Proletariats hervorheben und zur Geltung bringen, [und] andrerseits [...], dass sie in den verschiedenen Entwicklungsstufen, welche der Kampf zwischen Proletariat und Bourgeoisie durchläuft, stets das Interesse der Gesamtbewegung vertreten“ (474). Dabei halten sie die hier vorgestellten Grundsätze für „allgemeine Ausdrücke tatsächlicher Verhältnisse eines existierenden Klassenkampfes, einer unter unseren Augen vor sich gehenden geschichtlichen Bewegung“ (475). Der Anspruch mag überzogen und widersprüchlich erscheinen: Wozu braucht es Kommunisten, wenn die geschichtliche Bewegung sowieso „vor sich geht“? Andererseits ist es nicht falsch, die eigene geschichtliche Mission zu erkennen, Irr- und Umwege zu vermeiden.

Marx und Engels geben sich in den folgenden Abschnitten große Mühe, die wichtigsten Kategorien und Ziele zu präzisieren:

  1. Abschaffung des bürgerlichen Privateigentums: Hier schreiben sie explizit, dass sie nicht „Eigentum überhaupt“, sondern mit dem „bürgerlichen Eigentum“ die Grundlage zur Aneignung fremder Arbeitsergebnisse abschaffen wollen. „Kapitalist sein, heißt […] eine gesellschaftliche Stellung in der Produktion einnehmen“ (475). Diese Argumentation ist vollkommen unabhängig von der materiellen Lage der Lohnarbeiter, solange sich diese keinen bestimmenden(!) Anteil am gesellschaftlichen Kapital aneignen können2.

  2. Aufhebung des Lohnarbeitsverhältnisses: Auch ohne die Argumentation zum Durchschnittspreis der Lohnarbeit (476) bleibt das Argument gültig, dass in der bürgerlichen Gesellschaft, d.h. im modernen Unternehmen, „die lebendige Arbeit nur ein Mittel [ist], die aufgehäufte Arbeit [d.h. das eingesetzte Kapital, W.S.] zu vermehren“. Dem setzen die Verfasser einen eigenen emanzipatorischen Anspruch entgegen: „In der kommunistischen Gesellschaft ist die aufgehäufte Arbeit nur ein Mittel, um den Lebensprozess der Arbeiter zu erweitern, zu bereichern, zu befördern. In der bürgerlichen Gesellschaft herrscht also die Vergangenheit über die Gegenwart, in der kommunistischen die Gegenwart über die Vergangenheit. In der bürgerlichen Gesellschaft ist das Kapital selbständig und persönlich, während das tätige Individuum unselbständig und unpersönlich ist“ (476). Folgt man dieser Argumentation, bedingen sich Lohnarbeit und Kapital wechselseitig in gesellschaftlichen Verhältnissen3, und es ergeben sich insbesondere nach den Erfahrungen in den „real-sozialistischen“ Staaten ein Fülle ungelöster Fragen, auf die die Verfasser weder im Manifest, noch in späteren Schriften auch nur ansatzweise eingehen4. Aber es bleibt vollkommen offensichtlich, dass eine Gesellschaft, die die Herrschaft über das Was und Wie der Produktion und die Verteilung der Ergebnisse gewinnen will, dieses Produktionsverhältnis überwinden muss. Hier wiederholen die Verfasser auch nochmal ihr starkes Argument, dass sich Produktions- und Eigentumsverhältnisse in der Geschichte schon mehrfach grundsätzlich verändert haben (478).

  3. Aufhebung der Familie (478f): Hier verlassen die Verfasser die rein ökonomische Argumentation und kritisieren eine Doppelmoral, die für sie mit der Prostitution in bürgerlichen Kreisen und den realen Lebensbedingungen der Arbeiter am offensichtlichsten wird. Den Zerfall der Familienstrukturen sehen sie schon in vollem Gang: „Die bürgerlichen Redensarten über Familie und Erziehung, über das traute Verhältnis von Eltern und Kindern werden um so ekelhafter, je mehr infolge der großen Industrie alle Familienbande für die Proletarier zerrissen und die Kinder in einfache Handelsartikel und Arbeitsinstrumente verwandelt werden“ (478). Gleichzeitig finden wir hier eine frühe, wenig entwickelte Kritik am Patriarchat als Ausbeutungsverhältnis: „Der Bourgeois sieht in seiner Frau ein bloßes Produktionsinstrument. […] Er ahnt nicht, dass es sich eben darum handelt, die Stellung der Weiber als bloßer Produktionsinstrumente aufzuheben“ (478f). Im Übrigen gilt für diesen Abschnitt mehr als für alle anderen, dass hier Kritik auf Zeitgeist trifft. Aber gerade hier bleiben die oben formulierten Einwände folgenlos.

  4. Nation und Religion (479f): Die Verfasser verweisen zu Recht darauf, dass sich gerade die Vorstellungen von Nation, Religion, Moral, Philosophie, Recht usw. historisch immer wieder verändert haben, und führen das auf die jeweiligen Verhältnisse zurück. Sie verweisen darauf, dass ihre jeweiligen Formen bisher immer unter den Bedingungen von Klassengegensätzen und Ausbeutung entstanden sind (480). Naheliegend ist deshalb ihre These, dass sich mit der Überwindung dieser Gegensätze auch das gesellschaftliche Bewusstsein revolutionär ändern wird. Im Manifest wird diese These aber nur defensiv entwickelt: „Den Kommunisten wird ferner vorgeworfen ...“(479). Ihre These: „In dem Maße, wie die Exploitation des einen Individuums durch das andere aufgehoben wird, wird die Exploitation einer Nation durch die andere aufgehoben.“ (479) bleibt eine Behauptung. Und gänzlich unthematisiert bleibt die Tatsache, dass jedes fruchtbare Zusammenleben von Menschen geteilte Vorstellungen, Werte und Normen beinhaltet. Die Verfasser vertrauen hier offenbar auf eine quasi naturwüchsige Entwicklung, dass eine gesellschaftliche und ökonomische „Basis“ den ihr gemäßen Überbau von selbst hervorbringen wird.

  5. Grundrisse der proletarischen Revolution:
    „Das Proletariat wird seine politische Herrschaft dazu benutzen, der Bourgeoisie nach und nach alles Kapital zu entreißen, alle Produktionsinstrumente in den Händen des Staats, d.h. des als herrschende Klasse organisierten Proletariats, zu zentralisieren und die Masse der Produktionskräfte möglichst rasch zu vermehren“(481).
    „Sind im Laufe der Entwicklung die Klassenunterschiede verschwunden und ist alle Produktion in den Händen der assoziierten Individuen konzentriert, so verliert die öffentliche Gewalt den politischen Charakter. Die politische Gewalt im eigentlichen Sinne ist die organisierte Gewalt einer Klasse zur Unterdrückung einer andern. Wenn das Proletariat im Kampfe gegen die Bourgeoisie sich notwendig zur Klasse vereint, durch eine Revolution sich zur herrschenden Klasse macht und als herrschende Klasse gewaltsam die alten Produktionsverhältnisse aufhebt, so hebt es mit diesen Produktionsverhältnissen die Existenzbedingungen des Klassengegensatzes, die Klassen überhaupt, und damit seine eigene Herrschaft als Klasse auf“(482).
    Nach den einschränkenden Vorworten der Verfasser zu den späteren Ausgaben geht es hier vor allem um die Grundsätze:

    1. Vermehrung der Produktionskräfte

    2. Konzentration der Produktion in den Händen der „assoziierten Individuen“

    3. These: Das führt zur Aufhebung der „Existenzbedingungen des Klassengegensatzes“ und damit jeder Klassenherrschaft.

Betrachtet man vor diesem Hintergrund die Entwicklung in den „sozialistischen“ oder „kommunistischen“ Staaten, die sich auf Marx berufen (haben), fällt als erstes auf, dass sich diese Staaten nirgends aus einer hoch entwickelten kapitalistischen Produktion mit einem gesellschaftlich dominanten Proletariat entwickelt haben. Der „Export“ der Revolution nach dem zweiten Weltkrieg im Machtbereich der Sowjetunion ist ein Sonderfall, weil diese Länder zum Teil relativ hoch industrialisiert waren, aber mit Ausnahme Jugoslawiens unter der faktischen Herrschaft der SU keine eigenständige, selbstbestimmte Entwicklung einschlagen konnten.

Dagegen hatten die westeuropäischen Staaten große Erfolge bei der „raschen Vermehrung der Produktionskräfte“ und bei der Entwicklung des Lebensstandards der (meisten) abhängig Beschäftigten. Auch wenn die Produktion nicht „in die Hände der assoziierten Individuen“ fiel, errangen die Nicht-Kapitalisten in Arbeitskämpfen, mit Gesetzen und durch einen großen staatlichen Sektor, insbesondere aber nicht nur bei der öffentlichen Daseinsvorsorge, einen relevanten Einfluss auf die kapitalistische Produktion. Dieser wurde erst mit einsetzenden Krisen und nach entsprechenden Wahlen (Thatcher, Kohl) zurück gedrängt.

Aber noch bemerkenswerter ist m.E., dass sich die Verfasser weder hier noch später zum konkreten Wie der revolutionären Produktionsverhältnisse und der konkreten Organisation von Produktion und Verteilung „in den Händen des Staates“ äußern. Zu Recht: Das wird sich ergeben, wenn es so weit ist.

So ist das Manifest ein Dokument, in dem die grundsätzliche Richtung zur Überwindung der kapitalistischen Gesellschaft entwickelt und dargestellt wird. Aber es fehlt das tiefe Verständnis, welches, gerade nach Auffassung der Verfasser, notwendig ist, um die konkreten Prozesse erfolgreich in eine neue Form zu überführen. Vor diesem Hintergrund sind die folgenden Arbeiten, insbesondere von Karl Marx, nicht als Verfeinerung der Kritik kapitalistischer Gesellschaften zu interpretieren, sondern als Versuch, durch das tiefe Verständnis die Grundlagen zu ihrer Überwindung zu erarbeiten.

Im Manifest können die Verfasser nur angeben, was sie nicht meinen, was sie für reaktionär und was sie für Irrwege halten.

Kritik an Zeitgenossen

Unter der Überschrift „Sozialistische und kommunistische Literatur“ grenzen sich die Autoren im dritten Kapitel gegenüber konkurrierenden zeitgenössischen Vorstellungen und Bewegungen ab. So „lückenhaft“ (Vorwort, 574) diese Ausführungen sein mögen, enthalten sie wichtige Aspekte, in denen sich die ansonsten gegenüber realen Bewegungen eher pragmatischen Autoren auch vor Missverständnissen und Fehlinterpretationen schützen wollen.

Vieles ist nur im historischen Kontext relevant. Aber xxx Aspekte sind heute noch oder wieder relevant.

Kritik der Abstraktion von realen gesellschaftlichen Verhältnissen und Konflikten

Im Abschnitt über den „deutschen oder ‚wahren‘ Sozialismus“ (485ff) zeigen die Verfasser, wie die Entstehung und Rezeption kritischer Literatur an die konkreten Lebensverhältnisse, vor deren Hintergrund sie entstand, gebunden ist, und wie eine Rezeption, die den historischen Entwicklungsstand der Gesellschaft, in der sie entstanden ist, und die konkreten gesellschaftlichen Konfliktlinien außer Acht lässt, reaktionär wird. Sie werfen den deutschen Philosophen vor, die konkrete Kritik der sozialistischen und kommunistischen Literatur aus Frankreich philosophisch aufzuladen: „Z.B. hinter die französische Kritik der Geldverhältnisse schrieben sie ‚Entäußerung des menschlichen Wesens‘, hinter die französische Kritik des Bourgeoisstaates schrieben sie ‚Aufhebung der Herrschaft des abstrakten Allgemeinen‘ usw.“ (486). Diese Kritik wird bei der Lektüre des „Kapitals“ zu berücksichtigen sein, um eine Fehlinterpretation zu vermeiden. Dort finden sich der Begriff „Entäußerung“ und die Kritik der Ware als gesellschaftliche Verhältnis wieder. Aber sie sind gerade nicht absolut zu interpretieren, sondern im Kontext des Klassenkampfs. Dazu mehr im entsprechenden Kapitel. Absolut interpretiert dient diese „Kritik“ in Deutschland dem Kampf gegen die sich gerade erst entwickelnde bürgerliche Bewegung und damit der Verteidigung der alten Verhältnisse, während die Gesellschaftskritik der französischen sozialistischen und kommunistischen Literatur die entwickelte bürgerliche Gesellschaft voraussetzt(487).

Der konservative oder Bourgeoissozialismus

Dieser Abschnitt liest sich wie eine Kritik der modernen Sozialdemokratie: „Unter Veränderung der materiellen Lebensverhältnisse versteht dieser Sozialismus aber keineswegs Abschaffung der bürgerlichen Produktionsverhältnisse, die nur auf revolutionärem Wege möglich ist, sondern administrative Verbesserungen, die auf dem Boden dieser Produktionsverhältnisse vor sich gehen, also an dem Verhältnis von Kapital und Lohnarbeit nichts ändern, sondern im besten Fall der Bourgeoisie die Kosten ihrer Herrschaft vermindern und ihren Staatshaushalt vereinfachen“(489). Der Verweis auf den „revolutionären Weg“ in diesem Zitat wird aber oft und m.E. zu Unrecht als Absage an jeglichen Reformismus interpretiert. Entscheidend aber ist m.E. nicht der revolutionäre Gehalt an sich, sondern die Frage ob es gelingt, die bürgerlichen Produktionsverhältnisse, das Verhältnis von Lohnarbeit und Kapital, substanziell mit der Perspektive ihrer Überwindung zu verändern. Gerade angesichts des Ausbleibens einer revolutionären Arbeiterbewegung und des Verschwindens der entsprechenden Organisationen mit revolutionärem Anspruch in den entwickelten Industrieländern stellt sich die Frage neu, ob und wie eine erneuerte sozialdemokratische Bewegung zumindest die Veränderung der Produktionsverhältnisse auf die Tagesordnung setzen kann.

Pragmatismus

Die Verfasser distanzieren sich ausdrücklich von frühen sozialistischen Vorstellungen eines „allgemeinen Asketismus“ und einer „rohen Gleichmacherei“ als dem Inhalt nach reaktionär (489). Dabei verweisen sie auf „die materiellen Bedingungen [der] Befreiung [des Proletariats], die eben erst das Produkt der bürgerliche Epoche sind“ (ebd.).

Das Besondere an dieser Argumentation ist, dass sie einerseits die Beiträge der „Frühsozialisten“, St.-Simons, Fouriers, Owens usw., ausdrücklich würdigen, weil sie „wertvolles Material zur Aufklärung der Arbeiter“ geliefert hätten (490f), gleichzeitig aber die Erfindung von alternativen gesellschaftlichen Systemen scharf kritisieren: „Sie erblicken auf der Seite des Proletariats keine geschichtliche Selbsttätigkeit, keine ihm eigentümliche politische Bewegung. […] Sie verwerfen daher alle politische, namentlich alle revolutionäre Aktion, sie wollen ihr Ziel auf friedlichem Wege erreichen und versuchen, durch kleine, natürlich fehlschlagende Experimente, durch die Macht des Beispiels dem neuen gesellschaftlichen Evangelium Bahn zu brechen“ (490).

Gegen diesen „Konstruktivismus“ setzen die Verfasser des Manifests eine strikt evolutionäre Vorstellung: „In demselben Maße, worin der Klassenkampf sich entwickelt und gestaltet, verliert diese phantastische Erhebung über denselben, diese phantastische Bekämpfung desselben allen praktischen Wert, alle theoretische Berechtigung“ (491).

Und heute?

Nach über 170 Jahren fällt gerade das Ausbleiben der Entwicklung eines Proletariats zur machtvollen revolutionären Kraft in allen(!) entwickelten Industrieländern auf. Dabei besteht kein Mangel an vielfältigster Kapitalismuskritik. Zwei Beispiele:

An der Seite der Unterdrückten

Die Flug­schrift von Karl Heinz Roth und Zissis Papadimitriou, „Die Katastrophe ver­hindern, Mani­fest für ein egalitäres Europa“, ist weitgehend willkürlich gewählt. Sie ist ein Beispiel dafür, wie der analytische Verzicht, einen entwickelten dialektischen Begriff vom „Klassenkampf“ auf die konkrete gesellschaftliche Entwicklung anzuwenden, zur Beschreibung von Opferrollen führt, denen jede Verantwortung für die eigene Situation, und damit auch jede eigene Kraft zur erfolgreichen Gegenwehr abgesprochen wird.

Wie viele andere Schrif­ten enthält sie eine klare Absage: „Das klassische historische Sub­jekt der traditionellen Linken, die industrielle Arbeiterklasse, ist als führender und vor­antreibender Akteur ausge­fallen“ (Roth, Papadimitriou 2013: 81). Und weiter: „Die tra­ditionelle Lohnarbeiterklasse hat sich in ein neues und vielschichtiges Konglome­rat abhängiger Beschäftigungsverhältnisse aufgelöst, in denen die unter­schiedlichsten Zeitregime, Ausbeutungstechniken und Entgeltformen miteinander kombiniert sind“ (ebd.: 82). Die empirische Beobachtung wird vermutlich nicht bestritten, vielleicht ergänzt wer­den. Aber wenn sie nicht als Erscheinungsform der Produktionsverhältnisse im Kapi­talismus und als Ergebnis gesellschaftlicher Auseinandersetzungen verstanden wird, geht der theoretisch fundierte Rahmen verloren, in den empirische Be­obachtungen eingeordnet werden müssen.

Stattdessen wird die alte These vom Klassenverrat in abgewandelter Form neu auf­gewärmt: „Unsere These lautet, dass vor allem die linken Strömungen des politi­schen Esta­blishments die Unterwerfung der europäischen Unterklassen unter die veränderten Ver­wertungserfordernisse des finanzmarktgetriebenen Kapitalismus er­möglicht haben. Sie ha­ben Austeritätsökonomie mit der imperialistischen Großmacht­politik verbunden und gegen heftige Proteste verteidigt. Da sie dabei auch innerhalb der Arbeiterorganisationen und Neuen Sozialbewegungen agierten, haben sie deren Widerstand paralysiert und ihnen in einer entscheidenden historischen Umbruchkon­stellation eine strategische Niederlage zugefügt“ (ebd.: 38). Das mag ja sein. Aber welche Motive standen dahinter? Und warum haben das die abhängig Beschäftigten und ihre Organisationen zugelassen? Hier könnte eine Ideologiekritik ansetzen, wenn man akzeptieren würde, dass diese Politik nicht gegen gesellschaftliche Mehrheiten, aber eben gegen die Klasseninteressen der gesellschaftlichen Mehrheit durchgesetzt wur­de.

Das Ganze mündet dann in „Umrissen eines Aktionsprogramms“, dem die Akteure abhan­den kommen: „Damit die arbeitenden Klassen ihre Belange selbst in die Hand nehmen können, müssten sie im ersten Schritt erst einmal die sie zermürbenden und einengenden Arbeitsbeziehungen verändern, um sich die dafür erforderliche Energie und Muße anzu­eignen“ (ebd.: 103 – Hervorhebung W.S.). Nur: Wer soll das alles ändern? Statt „Nicht-Akteure“ auch noch rhetorisch zu ent­mündigen, wäre es doch naheliegender und sinnvoller, nach Ansatzpunkten für eine schrittweise „Selbst-Aktivierung“ und Solidarisierung mit zumindest potentiell benenn- und erwartbaren Aussichten auf Teilerfolge zu suchen – nicht weil diese Teilerfolge das Ziel wären, aber weil erreichte Meilensteine für die Entwicklung sozialer Bewe­gungen notwendig sind.

Neue Utopisten

Auch hier nur ein Beispiel:

Konny Gellenbeck hat zusammen mit anderen 2017 ein Buch mit dem Untertitel „Wie wir mit Genossenschaften den Kapitalismus überwinden“ herausgebracht. Zunächst: Die Forderung „Staatliche Förderung des Genossenschaftswesens und Staatskredit für freie Produktivgenossenschaften unter demokratischen Garantien“ findet sich schon im Eisenacher Programm der SDAP (1869). Marx würdigt sie, „soweit sie unabhängige, weder von den Regierungen noch von den Bourgeois protegierte Arbeiterschöpfungen sind“ (Marx 1875 / 1891: 23). Aber Gellenbeck geht weit darüber hinaus: „So vielfältig die Gruppen, Gemeinden und Zusammenschlüsse sind, die sich dieses Genossenschaftsmodells schon lange erfolgreich bedienen, so wichtig scheint es als künftiges Wirtschaftsmodell, das den Horror des unregulierten Raubtierkapitalismus ebenso vermeidet wie Lähmungen kollektivistischer Zwangswirtschaft. Es ist die nachhaltige Wirtschaftsform für die Zivilgesellschaft der Zukunft“ (Gellenbeck: 18).

Natürlich können sie diesen Anspruch auf den folgenden 200 Seiten nicht einlösen. Redlicherweise schildern sie auch Projekte, die gescheitert sind oder in der Krise stecken. Aber scharf zu kritisieren ist hier der Tenor, jeder sei seines Glückes Schmied, wenn er oder sie sich nur mit genügend Gleichgesinnten zusammenschließen würde. Genau diese Option haben die allermeisten nicht. Und ausnahmslos alle Beispiele5 funktionieren nur, weil es um sie herum die Ergebnisse der kapitalistischen Produktion gibt.

Und jetzt?

Links sein, heißt für viele, an der Seite der Unterdrückten gegen Missstände aller Art und für gesellschaftlichen Fortschritt kämpfen. Eine Wurzel für dieses Selbstverständnis findet sich im kommunistischen Manifest, wo die historische Mission, den Kapitalismus zu überwinden mit der Verelendung zusammenfallen. Aber genau diese Verbindung hält einer kritischen Überprüfung der Argumentationsketten aus heutiger Sicht nicht Stand. Zu einem „Proletariat“, das den Kapitalismus überwindet, würden viele abhängig Beschäftigten gehören, die nach eigener Selbsteinschätzung im Wohlstand leben und im Weltmaßstab sogar zu den „Reichen“ zu zählen wären. Und gerade diejenigen, die man unter der Kategorie „Verelendung“ zusammenfassen könnte, entwickeln (zu Recht!) keine alternativen Existenzformen, wie sie die Utopisten propagieren, sondern richten sich in ihren Bewegungen, z.B. La France Insumise, (leider) an den (bürgerlichen) Sozialstaat.

Es bleibt die eingangs als „stark“ bezeichnete These, dass gesellschaftliche Umwälzungen selbstverständlich und unvermeidbar sind, die kapitalistische Gesellschaft als Ende einer langen Entwicklungsgeschichte der Menschheit der Sonderfall wäre.

Für die weitere Marx-Lektüre möchte ich deshalb zunächst folgende Arbeitshypothesen aufstellen (und später erweitern):

  1. Die kapitalistischen Produktionsverhältnisse haben sich zwar nicht revolutionär aber qualitativ bedeutsam verändert und verändern sich weiter. Um diese Veränderungen zu erkennen ist ein tiefes Verständnis dieser Verhältnisse erforderlich, zu dem Marx viele Grundlagen, Begriffe und Kategorien beitragen kann.

  2. Gesellschaftliche Verhältnisse werden von gesellschaftlichen Akteuren verändert, die zumindest in der Regel „konfliktfähig“ sind. Es kommt darauf an, diese Akteure zu erkennen.



Anmerkungen

1Alle Zitate ohne abweichende Quellenangabe beziehen sich auf das „Mainfest der Kommunistischjen Partei“, Marx, Engels 1948.

2Anspruchsvoller ist dagegen der Klassenbegriff in diesem Kontext, wenn man sich moderne Konzerne mit einem hohen Anteil an Streubesitz anschaut: Kapitalist als Klasse wird dann zu einem höchst abstrakten Begriff, dem auch die Lohnarbeit nur noch als abstrakte Kategorie gegenübersteht. Einerseits werden die konkreten Menschen als Eigentümer unsichtbar, „verschwinden“ zum Teil hinter einem Wust aus Beteiligungsgesellschaften und Fonds - auch Renten- und Staatsfonds. Andererseits sind in großen Unternehmen „Management-Aufgaben“, d.h. die Interessen „des Unternehmens“, Kapitalinteressen, gegenüber anderen Beschäftigten zu vertreten und durchzusetzen, von den notwendigen Tätigkeiten für die Entwicklung und Produktion nicht klar separiert. Wenn man für diese Gruppe von abhängig Beschäftigten, „Führungskräfte“, die gleichzeitig auch noch selbst „arbeiten“, nicht neue, notwendige „Zwischen-Klassen“ einführen will, was die ganze Argumentations-Kette im Manifest sprengen würde, wird der Klassen-Begriff abstrakt und löst sich zumindest teilweise von den konkreten Menschen in der kapitalistischen Produktion und in der kapitalistischen Gesellschaft. Dazu später mehr.

3Das wichtigste ist der Arbeitsvertrag – aber natürlich sind kapitalistische Gesellschaften komplexer.

4Unter anderen: Kann es in einer Übergangsgesellschaft noch Lohnarbeit geben, wenn es keine Kapitalisten, also kein sich verwertendes Kapital mehr gibt? Kann eine nicht-kapitalistische Gesellschaft die Entwicklung der Produktivkräfte, vor allem die Entwicklung und Verbesserung der Produktionsmittel, rational organisieren? Wenn ja, wie? Konkret: Gerade wenn die Mehrwertproduktion in der Konkurrenz der Kapitalisten (Unternehmen) als Triebfeder weg fällt, wird Produktivität neben menschenwürdigen Arbeitsbedingungen und anderen Werten zu einem gesellschaftlichen Ziel. Aber wie kann eine solche Gesellschaft dieses Ziel verfolgen und nach rationalen Kriterien Ressourcen, d.h. Arbeit, auf die Weiterentwicklung der Arbeitsmittel allokieren?

5Mit der Ausnahme eines Urwald-Volkes am Amazonas (Gellenbeck: 235ff).

Literatur

Gellenbeck:
Gellenbeck, Konny (Hg.): Gewinn für alle! : Wie wir mit Genossenschaften den Kapitalismus überwinden Frankfurt/Main 2017
Marx 1875:
Karl Marx: Kritik des Gothaer Programms, Randglossen zum Programm der deutschen Arbeiterpartei in: Marx - Engels: Ausgewählte Schriften II Dietz berlin, 1968
Marx, Engels 1848:
Karl Marx: Mainfest der kommunistischen Partei
Marx, Engels 1872:
Karl Marx: Vorwort zur deutschen Ausgabe des Kommunistischen Manifests
Roth, Papadimitriou 2013:
Karl Heinz Roth, Zissis Papadimitriou: Die Katastrophe verhindern – Manifest für ein egalitäres Europa Edition Nautilus Hamburg, 2013 Web-Link
SDAP:
SDAP: Eisenacher Programm beschlossen auf dem Gründungsparteitag der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei in Eisenach im Jahre 1869 Web-Link
Kommentare können nur angezeigt und erstellt werden, wenn Sie die JavaScript-Verarbeitung aktivieren.


© Alternative Marx-Lektüre http://www.marx-lektuere.de